Einerseits könnte man von widrigen Umständen sprechen, wenn Produkte am Markt nicht mehr gefragt sind und Unternehmen dadurch in Schieflage geraten. Andererseits liegt das oft daran, dass keine kontinuierliche Anpassung an die Marktgegebenheiten mehr und zwar oft über viele Jahre stattgefunden hat.

Die Sanierung ist dann oft der „letzte Ansatz“ vor fremdbestimmten und nicht gewollten Maßnahmen, wie der Insolvenz oder dem Verkauf. Dabei sollte das erste Ziel die Erstellung eines Sanierungskonzeptes sein, um Klarheit über den Zustand des Unternehmens bezüglich der Situation, der Ursachen und Wirkungen, der Schwächen und Stärken sowie der erforderlichen Maßnahmen zu erhalten. Auch die Situation und der Stand der Gesellschafter und der Gläubiger gegenüber dem Unternehmen müssen berücksichtigt werden, um letztlich die Chancen und Risiken zur Rettung eines Unternehmens darzulegen.

Um eine aussagefähige Basis zu schaffen, sollten Grundsätze für ein ordnungsgemäßes Sanierungskonzept (GoS), aber auch der IDW-Standard (S6) als Mindestanforderungen an ein Sanierungskonzept (MaS) zur Grundlage dienen. In der praktischen Erstellung sind Checklisten ein wichtiges Instrument und geben in der Auswertung eine gute Basis für die spätere Präsentation.

Für die Umsetzung des Sanierungskonzeptes sollten die Maßnahmen im Sanierungsplan klar strukturiert als gesamtheitliche Betrachtung dargestellt werden. Ebenso sollten die Umsatz- und Ergebnisverbesserungen, die Ressourcenplanung und Liquiditätsplanung, aber vor allem auch die Aussichten der Produkte am Markt integriert werden.